Unser Garten (1. Jahr, Folge 1): Unser Abenteuer Selbstversorgung

26. Januar 2020Hannah Brunnbauer

Startet dieses Jahr mit dem geplanten Permakulturgarten. Zwar ohne Tiere, denn auf dem 900 Quadratmeter großen Pachtgelände ist keine Tierhaltung erlaubt, aber ganz ehrlich? Wir fangen ja dieses Jahr überhaupt Ersteinmal an, mit dem Gärtnern generell und mit dem Anlegen eines Permakulturgartens im Speziellen. Ich vermute also, da kommt für die nächsten 1–3 Jahre genug Arbeit und erlebenswertes auf uns zu, genug jedenfalls, um Erfahrungen zu sammeln für einen kleinen Hof, auf dem dann auch Hühner, Wachteln und das ein oder andere Schweinchen einer alten Rasse eine Heimat finden dürfen. Bis dahin gilt es aber, noch einige Schritte zu gehen, und natürlich möchte ich euch, liebe Leser, mit auf diese Reise nehmen, welche letzten Endes das Ziel hochwertigster und lokalster Lebensmittel verfolgt (halt selber angepflanzt und verarbeitet). Klar, ist ja auch ein Foodblog, gelle?

Schon vor der Arbeit lehrt mich der Permakulturgarten Geduld!

Das neue Jahr hat also offiziell begonnen und ich sitze hier, mit einem ganzen Korb voller Saatgut (danke an euch für die vielen Spenden!), frisch erwachtem grünen Daumen, und kann es kaum erwarten, würde am liebsten schon vorsäen und am allerliebsten auch bereits ernten. Das hat nur wenig Sinn, denn Tomaten, Paprika und Co. sollten erst in die Erde, wenn das Risiko für Frost gering ist, das heißt also, frühestens Anfang April. Es reicht also locker, wenn die Samen für das junge Gemüse ab Mitte Februar drinnen vorgesät werden.

Auch sonst gibt es noch nicht viel zu tun im Garten, außer den Kompost umzuschichten. Da es mich aber dermaßen in den Fingern juckte, habe ich das einzige gemacht, was irgendwie Sinn ergab: Den Balkon aufgeräumt!

Ein erster Schritt: Gründünger auf dem Balkon

Dieser befand sich nämlich seit dem September im tiefsten Winterschlaf und sah erwartungsgemäß schrecklich aus. Ich kaufte also ein paar Frühblüher: Primeln, Narzissen, dazu etwas Pflanzerde und legte los! Links auf den Bildern seht ihr den Vorherzustand, rechts das Ergebnis nach der 5-stündigen Balkonsäuberung.

Es blüht wieder!
Grüne Ordnung statt buntes Chaos

Die zusammengebrochene Holzetagere für die Erdbeeren habe ich durch ein robustes Metallgestell ersetzt, das Holz wird aber nicht weggeworfen, sondern im Garten sinnvoll weiterverwendet, sei es als Teil der Kleintierschutzhecke, als Rankgitter oder Beeteinfassung, mal schauen. Im großen Kübel, wo im letzten Jahr Tomaten wuchsen, habe ich alles umgegraben und Phacelia als Gründünger gesät.

Phacelia ist auch als Bienenfreund bekannt und ist eine schnellwachsende, dichtwurzelnde Pflanze, welche den Boden auflockert und ihn, ähnlich wie Leguminosen, mit Nährstoffen für hungrige Gemüsepflanzen anreichert. Phacelia ist bis -7 Grad frostfest und kann darum auch jetzt schon wunderbar als Vorkultur gesät werden. Wenn die Gemüsepflanzen groß genug sind, wird der Bienenfreund einfach umgegraben und bietet so noch mehr Nährstoffe für die Nachkultur. Die übrigen Samen werde ich im Garten verteilen, denn der Bienenfreund ist auch, der Name lässt es erahnen, in Blüte eine wunderbare Imkerpflanze.

Phacelia und andere Pflanzen zur Gründüngung bekommt ihr problemlos im Gartencenter eures Vertrauens!

Wie ist das bei dir? Hast du schon Erfahrung mit Gründünger gemacht? Erzähl mal!

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