Warum eigentlich ‚The Big Fat Life‘? -Blogkrams

7. April 2019Hannah Brunnbauer

,The Big fat Life– was heißt das eigentlich? Diese Frage ist keine Seltene, aber die Antwort ist einfach gegeben! Schon damals vor knapp sieben Jahren, als ich das Bloggen für mich entdeckte, wurmten mich Extreme im Foodbereich. Ganz egal ob vegan, Atkins, kein Schwein, kein gelbes Gemüse oder nur Beerenobst: Es gab mir immer viel zu viel restriktives Essverhalten, welches von den Jüngern der jeweiligen Ernährung als lebensverlängernd und krankheitsvermeidend angepriesen wurde. Neugierig wie ich nunmal bin, probierte ich zwar nicht alles, aber vieles aus und kam letztendlich zu dem Schluss: Ich möchte nicht nur ein Stück vom Kuchen, ich möchte das ganze Ding, mit Sahne, Buttercreme und bitteschön auch einer Kirsche oben drauf, das ganze volle Leben also! Und da ‚Das ganze volle Leben‘ nicht so cool klingt, wurde daraus halt ‚The big fat Life‘.

The Big fat life:Vielfalt statt Einschränkung!

Wer hier also mitliest, darf damit rechnen, dass ich an einem Tag ein veganes Rezept poste und an einem anderen eines über gegrillte Schweinefüße, mal ein paar Wochen vegetarische Ernährung teste und dann Low Carb ausprobiere. Hier werden Posts über hessische Hausmannkost neben solchen mit japanischen Spezialitäten stehen. Nahrungsersatzprodukte werden an einem Tag ausführlich analysiert und am nächsten das saisonale Obst vom Markt gepriesen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über Ernährung und Esskultur wechseln sich hier ab mit Alltagserlebnissen aus dem Umfeld. Ich finde einfach, es gibt zu viel zu entdecken, um den eigenen Horizont bewusst so stark einzukreisen in dem Glauben länger zu Leben wenn man auf Weizen verzichtet, oder besser zu sein als sein Schnitzel essender Nachbar, wenn man stattdessen zu Tofu greift. Tatsächlich wissen wir in Wahrheit so wenig über ‚gesunde‘ Ernährung, dass sich nicht einmal genau sagen lässt, ob etwas besonders ‚gesund‘ ist oder nicht.

The Big Fat Life: Genuss wiederentdecken!

Stattdessen kursieren Glaubensätze, urbane Ernährungsmythen und fast schon religiöse Verehrung bestimmter Ernährungsweisen. Ich finde das schade. Denn Essen ist und war schon immer ein kulturelles Gut, welches Körper, Geist und die Menschen im sozialen Sinne zusammen hielt. Was sagt das dann bitte über unsere heutige Gesellschaft aus, in der Unverträglichkeiten fast wie ein Trend erscheinen und gemeinsame lange Abende mit Wein, Steak und Gesang selten geworden sind, weil der eine keinen Wein trinkt, der zweite kein Fleisch ist und sich aufgrund der angespannten Stimmung keiner mehr zu singen traut? Kein Wunder, dass sich viele einsam fühlen!

The Big Fat Life: Komm mit auf die Reise!

Darum kommt mit auf die Reise in das ganze, volle, kulinarische Leben! Lasst uns zusammen kochen, darüber reden und diskutieren ohne Angst vor Produkten und Lebensmittelgruppen oder Vorurteilen anderer Menschen! Lasst uns gemeinsam schwere Ernährungsmythensteine wegrollen und auch mal in das ein oder andere historische Ernährungsdorf abbiegen und Abends um das Feuer sitzen und uns Geschichten darüber erzählen, was schief lief, was gut, und welche Erkenntnisse der Tag gebracht hat! Natürlich sind alle Ernährungsrichtungen hier willkommen, solange sie nicht missionieren, denn konstruktiver Austausch erweitert immer den Horizont!

Ich freue mich auf euch! Auf viele angeregte Diskussionen, erhellende Erkenntnisse und wieder mehr Freude am Kochen, Essen und darüber zu reden!

Eure Hannah


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