Was sind eigentlich schwarze Nüsse ?

29. August 2019Hannah Brunnbauer
Schwarze Nüsse in ihrem Sud aus Zucker und Gewürzen (Copyright Bild:http://kostbarkeiten-kauzenberg.de/)

Werbung// Schwarze Nüsse waren mir früher immer ein ähnliches Mysterium wie Nussbutter. Und bei beiden Spezialitäten irrte ich mich massiv, was die Bestandteile, sowie die Zubereitung betraf.

Wer Nussbutter kennt, der weiß, diese enthält gar keine Nüsse, sondern besteht lediglich aus in der Pfanne gebräunter Butter, welche ganz von selbst einen nussigen Geschmack bekommt. So viel dazu. Und was sind nun schwarze Nüsse?

Schwarze Nüsse – eine besondere Nussart aus den Tropen?

Was mag sich hinter der mysteriösen schwarzen Nuss verbergen, zumal diese hier ja grün sind? ((Copyright Bild:http://kostbarkeiten-kauzenberg.de/)

Hätte man mich vor ein paar Jahren gefragt, hätte ich auf eine seltene Nussart aus einem fernen Land getippt. Nie im Leben wäre ich darauf gekommen, dass die Grundlage dieser Spezialität hier in Deutschland heimisch ist und quasi im Garten nebenan wachsen könnte. Denn schwarze Nüsse, das ist eine Spezialität aus Walnüssen. Und wenn es jemanden gibt, der sich mit dieser Spezialität so richtig auskennt, dann ist es Familie Weipprecht aus Bissingen im schönen Baden-Württemberg.

Kostbarkeiten Kauzenberg – auf die Nuss gekommen

Die Weipprechts betreiben nämlich einen Onlineshop, Kostbarkeiten Kauzenberg genannt, mit allerlei Produkten rund um die schwarze Nuss. Das Ausgangsmaterial, grüne Walnüsse, ernten sie selber auf ihrem eigenen Grundstück, dem Kauzenberg (auf dem tatsächlich wohl schon das ein oder andere Käuzchen gesichtet wurde) um den Johannistag im Juni rum und verarbeiten sie sorgsam weiter.

Gut Ding will Weile haben – wie die Nuss schwarz wird.

Nach und nach werden die unreifen Walnüsse zur Spezialität ‚Schwarze Nuss‘ (Copyright Bild by:http://kostbarkeiten-kauzenberg.de/)

Der richtige Zeitpunkt der Ernte ist dabei äußerst wichtig, die Nuss muss nämlich noch weich von Innen sein, hat die Verholzung der Walnussschale erst einmal begonnen, ist eine Verarbeitung zur schwarzen Nuss unmöglich.

Ist also der richtige Zeitpunkt gekommen, werden die grünen Walnüsse von Hand gepflückt, mehrmals eingestochen und zunächst 2–3 Wochen gewässert, um sich der bitteren Gerbstoffe zu entledigen. In diesem Zuge verliert die Nuss ihre grüne Farbe und wird braun.

Nun werden die Nüsse mit kochendem Wasser überbrüht, um Keime und Pilze abzutöten und dann, als letzten Schritt in süßen Sirup, verfeinert mit allerlei Gewürzen, eingelegt.

In diesem Sirup verbleiben sie nun mindestens 6 Monate, bevor sie verzehrbereit sind.

Ein tolles Rezept für den Sirup und viel mehr zur schwarzen Nuss findest du hier im Blog von Kostbarkeiten Kauzenberg.

Schwarze Nüsse – eine Delikatesse mit zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten

Die schwarzen Nüsse sind genau richtig, wenn sie etwa die Konsistenz von roter Beete haben. Der Geschmack hat freilich kaum noch etwas mit der Walnuss, wie wir sie kennen zu tun! Schwarze Nüsse schmecken würzig-süß nach dem Sirup, in welchem sie eingelegt wurden, mit einer feinen, nussigen Note. Sie eignen sich super zum Verfeinern von Soßen zu Wildgerichten, in Geflügel- oder Pastafüllungen oder, aufgrund ihres süßen Charakters, sogar in Desserts.

Am liebsten verwende ich persönlich das Nussmus von Kostbarkeiten Kauzenberg in selbstgemachtem Vanilleeis, durch welches ich zusätzlich aufgekochte Beeren der Saison durchgezogen habe. Ein wahrer Hochgenuss!

Kennst du schwarze Nüsse? Und wie verwendest du sie am liebsten? Ich bin gespannt!

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