Ich faste Zucker:Tag 2-es wird schon schwerer.

25. Februar 2020Hannah Brunnbauer

 

25g. Das ist die Menge an Zucker, welche die WHO höchstens pro Tag empfiehlt. Wir essen im Durchschnitt 100g pro Tag. Natürlich nicht pur, aber in Süßgetränken, Süßigkeiten, Gebäck und Fertiggerichten, Aufschnitt und Produkten aus Weißmehl versteckt sich der süße Stoff, welcher im Übermaß unserem Körper schadet, zur Arterienverkalkung, Fettleber, Gewichtszunahme und Diabetes führen kann.

Ich bleibe in meiner Fastenzeit nach Möglichkeit unter diesem Wert. Um das sicherzustellen, notiere ich alles, was ich esse und trinke in FDDB, einer App, mit der man normalerweise Kalorien zählt, die aber praktischerweise auch gleich die Nährwerte bestimmt.

Gestern bestand mein Essen aus einer Erdnusssuppe zum Mittag und Eiern mit Mayo als Snack (das mag so mancher seltsam finde, ABER: Eier enthalten super viel Protein und nahezu alles an Vitaminen und Mineralstoffen, was der menschliche Körper braucht. Ist ja auch klar, so ein Ei soll ja im ursprünglichen Sinne ein Hühnerembryo ernähren und das benötigt ja auch allerlei an Nährstoffen. Jedenfalls sorgt der Proteingehalt im Ei dafür, dass die Symptome des Zuckerentzugs wie Schwindel und Kopfschmerzen milder ausfallen, diese werden nämlich schlimmer, wenn man vergisst, genug Protein zu sich zu nehmen, gilt übrigens auch für Diäten).

Zum Abendbrot gab es dann eine Gemüsepfanne und ein ordentliches Rumpsteak von einem Angusrind hier aus Hessen.

Später am Abend kamen noch eine halbe Hand voll gehobelte Mandeln dazu, denn auch Nüsse sind tolle Nährstofflieferanten und können, neuesten Studien zufolge, täglich in moderaten Mengen gegessen, Cravings vorbeugen können. Hat gestern gut funktioniert. Mit 18g Zucker (hauptsächlich aus der Erdnusssuppe) liege ich super im Rennen.

Jetzt am Tag zwei wird es schon etwas zornig. Es ist erst 10 Uhr Morgens und ich fühle mich wie ein kleiner Ping-Pong-Ball, der zwischen absoluter Aufmerksamkeit und tödlicher (leicht übertrieben) Schwäche hin und her springt. Geistig geht es mir super: Ich bin knallwach und heftig fokussiert, nur mein Körper signalisiert mir mit Hunger und einem Schwächegefühl, dass der bisherige sehr zuverlässige Energielieferant Zucker stark reduziert wurde. Noch ist es nicht so weit, dass ich die Schränke nach Süßkram durchforste, aber eine Bäckerei dürfte ich allein schon nicht mehr betreten, zum Glück habe ich gestern bereits für heute eingekauft.

Das schlimmste sind die ersten zehn Tage. Ich weiß das. Jetzt muss ich die nur noch schaffen.

Man liest sich morgen!

Deine Wren

4 Comments

  • Karinchen

    25. Februar 2020 at 14:50

    Liebe Wren,
    ich kann dem SO nachfühlen. Ich setze meinen Körper quasi ständig erneut auf Zuckerentzug. Ich verzichte auf jedweden Zucker im Alltag und „gönne“ mir nur an Urlaubstagen richtig deftige Ausrutscher. Schlimm wird’s, wenn ich unkontrolliert herumwanke und nach dem Essen anfange, mir ne Kleinigkeit an Süßem zu erlauben. Dann hör ich nämlich nicht mehr auf. Und das Vertrackte an der ganzen Geschichte ist, dass der Körper dann „meeeeeeeeeehr mehr mehr von dem Zeug“ schreit – und das kriegt er dann auch (ich unkontrolliertes Wesen…)! Tags darauf dann – erneut, Entzug.
    Deswegen weiß ich einfach nur ZU GUT wie es dir momentan geht und fühle leidlich mit dir. Die Idee, die Fastenzeit für den Entzug zu nützen, find ich super. Und ich glaub auch, dass du das gut schaffen wirst, zumindest drück ich dir ganz fest die Daumen dass du die Gelüste in den Griff bekommst 😉
    Schick dir ganz ganz liebe Grüße aus Kärnten, toi toi toi,
    Karin

    1. Hannah Brunnbauer

      25. Februar 2020 at 15:03

      Hallo liebe Karin,

      Ja es ist auch heute am Tag zwei schon echt schlimm. Die Tatsache, dass ich im Homeoffice sitze, macht es auch nicht wirklich besser muss ich sagen, denn die Versuchung ist groß, mal rasch loszuziehen und sich was Süßes zu holen. Aber ich bin zuversichtlich, dass es nach den ersten 10 Tagen wesentlich besseer werden wird. Diese Woche fällt auch unsere Pen und Paper-Runde aus, was auf der einen Seite heftig schade ist, auf der anderen Seite bin ich mir nicht sicher, ob ich den Massen an Süßkram wirklich hätte widerstehen können. Ich lenke mich jetzt einfach mal damit ab, einige Rezepte ENDLICH zu digitalisieren! fastest du denn jetzt auch mit? offiziell los geht es ja erst Morgen, gelle?

      Alles Liebe,
      Wren

      1. Karinchen

        26. Februar 2020 at 14:45

        Liebe Wren,
        erstmal danke für die Antwort. Und gleich ne Frage: Pen und Paper-Runde!? Wass’n das!? 🙂 Noch nie gehört!
        Das ist es ja, man wird ja ständig mit dem süßen Zeug konfrontiert. Ich klink meistens echt nur bei der Arbeit aus, da werden Massen an Schoki, Keksen, Kuchen, Krapfen, Zuckerln etc. mitgeschleppt und STÄNDIG geh ich dran vorbei. Und dann denk ich mir – ach eins geht schon. Und dann ist’s nicht eins, sondern gefühlt 3.485.196 Teilchen, die ich mir an dem Zuckerschock-Tag dann reinpfeif.
        Find ich übrigens super, dass du deine Rezepte als Ablenkungsmanöver dann in den Blog stellst, dann hab ich wieder was zum Stöbern 😉
        Ich hab mir für die Fastenzeit lediglich „Gewicht halten“ vorgenommen weil’s für mich in den Urlaub und zu diversen Einladungen geht. Da ist mehr nicht drinnen, und ich will mir derzeit einfach nix verbieten. Koch an „normalen Tagen“ eh immer zuckerfrei und gönn mir meistens nichts, da lass ich es mir dafür im Urlaub so richtig richtig gut gehen 🙂
        Schick dir ganz liebe Grüße!

        1. Hannah Brunnbauer

          27. Februar 2020 at 12:52

          Huhu,

          Ja ich finde auch, dass du das richtig machst! Im Urlaub sollte man sich schon erholen und darf auch gerne mal schlemmen, denn auch abnehem oder Fasten brauchen Willenskraft und Disziplin! Pen und Paper kannst du dir quasi wie eine Art Analog-Computer-Abenteuer-Spiel vorstellen. Man sitzt halt mit 4-6 Leuten an einem Tisch und bastelt sich nach bestimmten Regeln Abenteurercharaktere, die dann in einer fiktiven Welt (dargestellt durch den Spielleiter, der erzählt quasi die Geschichte) allerlei erleben. Fähigkeiten werden dabei mit Würfeln ausgewürfelt . Deswegen Pen Und Paoer, weil du halt quasi für diese Art des Gruppenspiels nur Blatt und Stift brauchst (zum erstellen eines Charakteres) jedenfalls gibt es dort, wie bei jedem guten Spielabend, MASSEN an Süßkram, dem man kaum widerstehen kann, deswegen ist es garnicht so ungünstig, dass die Runde diese Woche, in Fastenwoche 1, ausfällt. Hilft mir auf jeden Fall bei der Selbstbeherrschung:).

          Viele Grüße!
          Wren

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