Ich faste Zucker: Tag 3 – iss doch eine Banane!

26. Februar 2020Hannah Brunnbauer

Meinte eine liebe Freundin gestern zu mir, als ich ihr von meinem frühen Versagen (Achtung Spoiler) am Tag zwei (ooohh die Schmaaaaccchhhh) erzählte.

Funfact: Wusstet ihr eigentlich, dass eine mittelgroße Banane (so 140g) genau so viel Zucker hat, wie ein Snickers, nämlich stolze 26 Gramm?

Damit ist Banane eine Süßigkeit und das OBWOHL sie OBST ist. Obst, Freunde der Kulinarik, ist nämlich nicht automatisch super gesund. Sicher, ein Apfel hat Ballaststoffe und Vitamine. Die meisten heute gezüchteten Apfelsorten sind aber, mit 12-16g Zucker pro Frucht echte Naschereien, weil sich süßeres Obst einfach besser verkauft. Smoothies sind da übrigens noch schlimmer (außer sie werden ausschließlich mit Gemüse gemacht), da könnte man auch gleich Brause trinken (die sogar noch besser wegkäme, weil zu viel Fructose, also Fruchtzucker, noch schädlicher für den Körper ist als Glucose), aber das nur nebenbei (somit versteht ihr vielleicht, warum Tropenfrüchte und Datteln und so ein Spaß in den nächsten Wochen auch wegfallen; die sind der süße Wolf im Gesundheitspelz gewissermaßen). Wer Obst mag, der ist mit Beeren richtig gut beraten, die enthalten sehr wenig Zucker. Oder alte Apfelsorten, die sind weniger süß, aber danach muss man auch suchen.

Kommen wir aber nun zu meiner leichten Übertreibung. Gestern gab es nämlich statt maximal 25g ganze 53g Zucker.

Das hat im Wesentlichen damit zu tun, dass mein Gehirn 16 Uhr (kritische Zeit zwischen Mittag und Abendessen) Panik und ich einen mördermäßigen Heißhunger auf Süßkram bekam. Und dann sucht man ja, ne? Kennen wir alle, oder?

Es stellte sich jedenfalls heraus, dass ich nicht gründlich war in meiner Süßstoffbeseitigung (oder zu naiv, wer weiß das schon) und so fand ich zunächst eine tolle Zartbittertrinkschokolade (400ml angerührt 17.8g Zucker)und später musste auch noch ein Rest Schokostreusel (20g mit 15g Zucker) dran glauben.

Ja. Ich habe Schokostreusel, die holländischen fürs Brot,aus lauter Gier pur gegessen *facepalm*. Zum Glück waren es nur 20g.

Der Rest Zucker verteilte sich auf den Rosenkohl (der auf 350g immerhin fast 10g Zucker hatte, auch schon nicht so wenig, aber gut, nach 350g Rosenkohl ist man auch satt)und die 400g Salatgurke (5g).

Dieses Erlebnis hat bei mir aber zu zwei Dingen geführt:

1. Alles an Triggerzeug kommt raus.

Ehefreund versteckt die restlichen Streuselpackungen und den Honig, bis die Fastenzeit um ist, damit ich die nicht im Wahn aufesse.

2. Es kommen für die nächsten 6 Wochen nur Lebensmittel auf den Tisch, die unter 10g Zucker pro 100g haben (Rosenkohl hat auf 100g etwa 3 zu Beispiel). Zusätzlich zu den übrigen Regeln versteht sich, ‚freien‘ Zucker gibt es halt trotzdem nicht in der Zeit.

Das Abendessen gestern war ansonsten großartig: Rosenkohl Bacon Balls aus der Heissluftfritteuse! Super easy gemacht, wenig Zucker und Kalorien, saulecker, und man kann die kleinen Bällchen großartig dippen, zum Beispiel in Ofenkäse, was erklärt, warum ich jetzt, um 10 Uhr morgens noch so satt bin. Rezept ist schon hier im Blog und hängt unten im Beitrag an.

Ich bin heute Morgen auch nicht nur satt, sondern KNALLwach, fühle mich so energiegeladen und happy wie seit Wochen nicht und frage mich, mal wieder, warum ich mich bei Rückfällen nie daran erinnere, wie viel besser es mir eigentlich ohne diese Massen an Zucker geht?

Deine Wren

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