Geben. Teilen. Leben – vom vollen Tisch zur Weihnachtszeit und der Moral am Kopfende.

9. Dezember 2019Hannah Brunnbauer

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Reis, Spaghetti, Tortellini, Tomatensuppe, Nussnougatcreme, Kekse.

Eine kurze Einkaufsliste, vielleicht in der Wochenmitte, wenn gerade etwas aus ist zu Hause, die Vorräte aufgefüllt werden müssen für die Weihnachtszeit, man weiß ja nie.

2,42 Millionen Euro.

Eine Menge Geld. Was würdest du mit dieser Summe anfangen? Ein Haus bauen? In den Urlaub fliegen? Oder würdest du die oben genannten Zutaten kaufen, damit jeder heute, morgen und zur Weihnachtszeit einen gedeckten Tisch hat?

Geben. Teilen. Leben.

Unter diesem Motto stand dieses Jahr im November die gemeinsame Benefizaktion von REWE und NAHKAUF, in deren Rahmen auch die oben genannte Summe zustande kam. Und zwar genau dadurch, dass die Märkte vom 4. bis 17. November ihren Kunden eine Tüte mit den oben erwähnten sechs ja!-Artikeln angeboten hatten, um diese für 5 Euro der örtlichen Tafel zu spenden. Das Angebot wurde fleißig genutzt und die Tüten von ehrenamtlichen Tafelmitarbeitern eingesammelt und an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte verteilt. Allein in den Filialen hier bei uns im Gebiet Rewe Mitte wurden 75.149 Spendentüten gesammelt.Von der Zentrale der REWE Mitte in Rosbach kamen jetzt noch Waren im Wert von 33.333 Euro für die hessischen Tafeln dazu. Gestern am 5.12., einen Tag vor Nikolaus wurde diese Spende offiziell übergeben, ein riesen Erfolg! Diese Aktion findet übrigens jedes Jahr statt und so wurden durch die Tafel-Aktionswochen von Kunden und REWE seit 2009 Lebensmittel im Wert von nunmehr fast 20 Millionen Euro gespendet.

Alles mehr Schein als Sein? – Von schwarzer Moral und gedankenloser Kritik

Nun höre ich sie schon wieder, die kritischen Stimmen: „Ja, REWE ist doch eine riesige Kette, die zahlen das doch aus der Portokasse“, oder: „Damit will REWE doch nur sein Image aufpolieren“ und: „Wren, warum lässt du dich vor diesen Karren der Industrie spannen?“

Ja, REWE ist eine der größten Supermarktketten in Deutschland und gehört mit einem Umsatz von 23,8 Mrd. Euro (2018), mehr als 140.000 Mitarbeitern und über 3.600

REWE-Märkten zu den führenden Unternehmen im

deutschen Lebensmitteleinzelhandel.

Ja, REWE verdient viel Geld.

Aber: REWE entscheidet sich jedes Jahr AKTIV, seine enorme Reichweite und ein Budget für solche Aktionen zu nutzen. Und ganz ehrlich, welcher Organisation erreicht bitte vergleichbar viele Menschen wie der örtliche Supermarkt? REWE stupst somit jedes Jahr viele, sehr viele Kunden an, mit geringem Aufwand etwas Gutes zu tun, und zwar ganz unmittelbar für die Menschen in der eigenen Region, denn die Lebensmittel gehen direkt dorthin. Wo bitte kommt diese Einstellung her, dass gute Taten schlecht sein sollen, sobald sie von einem Konzern kommen? Wie viele der Kunden hätten wohl ohne eine freundliche Anregung eine selbst gepackte Tüte zur Tafel gebracht und sei es, weil Ihnen der Gedanke einfach nicht kam? Eben.

Ich bin ein großer Freund von echter Hilfe, die die Bedürftigen auch erreicht und dabei muss es egal sein, wie viel Prozent des privaten oder konzerneigenen Vermögens dabei aufgewendet werden. Der Effekt, was erreicht und bewirkt wird, ist für mich wichtig. Und REWE ist dabei, wie auch bei anderen Aktionen, sehr klar und transparent in der Kommunikation und Umsetzung (im Gegensatz zu so mancher zweifelhaften Organisation, die übrigens auch nicht rein ehrenamtlich arbeiten, wo Geld in dritte Welt Länder geschickt wird).

Natürlich möchte REWE als Unternehmen auch gut dastehen, aber das unterstelle ich einfach mal allen, die etwas Gutes tun, man tut sich damit halt auch immer selbst etwas Gutes, denn man hat moralisch korrekt gehandelt und redet auch gerne über die Gute Tat. Das finde ich auch keinesfalls verwerflich, denn warum soll man sich nicht mitfreuen und die Anerkennung für gute Arbeit ernten dürfen?

Ich finde, es wird Zeit, mal den eigenen schwarz-weiß-Balken abzulegen und sich vielleicht einfach darauf zu einigen, dass es durchaus anerkennenswert ist, mit Verstand und Einsatz den Menschen, denen es nicht so gut geht wie einem selbst, zu helfen. In diesem Sinne: Danke an REWE und all die lieben Kunden, welche dazu beigetragen haben, dass Menschen, denen es grad wirtschaftlich nicht so gut geht, auch etwas zu futtern auf dem Tisch haben!

Vor diesen Karren spanne ich mich sehr gerne selber!

Deine Wren

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