Ich faste Zucker: Tag 6 + 7+8-Apokalypsen-Sightseeing

2. März 2020Hannah Brunnbauer

Das Wochenende lief zuckerfastenmäßig richtig gut! Es gab keine Ausrutscher und die Cravings hielten und halten sich wirklich in Grenzen. Ich habe sogar heute für unseren Apokalypsen-Lebensmittel-Vorrat eine Packung Haribo Primavera gekauft, denn wenn schon irgendwann die Welt untergeht, möchte ich zumindest nochmal meine Lieblingssüßigkeit essen. Ihr seht schon, ich rechne nicht wirklich innerhalb der nächsten 2 Monate mit einem Notfall. Aber dieses ganze Thema lenkt mich super von meiner Zuckersucht ab!

Generell nimmt die ganze Coronapanik mittlerweile sehr krasse und somit ziemlich lustige züge an.

Ehefreund und ich waren heute extra beim örtlichen Lidl, nicht etwa um einzukaufen, sondern um zu gucken, ob auch bei uns im Ort die Discounter schon leergehamstert sind, Apokalypsen-Sightseeing vom Feinsten halt. Und wir hatten Glück: Alles einigermaßen Haltbare bis zu drei Euro Wert war restlos weggekauft. Ein Typ stand traurig vor dem leeren Dosen-Thunfisch-Regal und wunderte sich laut, was Leute jetzt zu Hause mit 20 kg Nudeln und 50 Dosen Thunfisch wollen.

Wir wunderten wir uns mit und so entspann sich ein kleiner, sarkastischer Austausch über unnötige Panik zum einen und die mangelnden Kochfähigkeiten einiger Menschen zum anderen, denn wer würde sonst zwei Wochen lang freiwillig auf Thunfisch und Nudelbasis existieren wollen?

Generell hat man beim Einkaufen zurzeit den Eindruck, dass so mancher Mensch sein Gehirn zu Hause auf dem Küchentisch liegen gelassen hat, gefolgt von der bitteren Erkenntnis beim Blick in die Einkaufswägen, dass man im Falle einer Apokalypse nicht mit diesen Menschen und ihrer kuriosen Nahrungsmittelauswahl zusammen eingesperrt sein möchte. Denn im Ernst Leute: Bevor ich mich zwei Wochen von zunehmend klumpig werdender Frischmilch ernähren müsste (Eine Frau räumte das Frischmilchregal nahezu komplett in ihren Einkaufswagen) würde ich mir die Kugel geben. Und ich bin zum Glück nicht Laktoseintolerant.

Richtig mitgedacht haben auch die Frau mit einem Einkaufswagen voller Tiefkühlpizza (viel Vergnügen beim Marathonfuttern wenn der Strom ausfällt) und der junge, verdächtig nach Student aussehende Mensch mit einem Korb voller YumYum-Nudeln (wobei… kann auch sein, dass das sein regulärer Wocheneinkauf ist.)

Was mir aber bisher am allerbesten gefallen hat, ist die Dame, die an der Fleischtheke 12 kg Hack orderte: „Einzeln in 500g Portionen verpackt zum Einfrieren bitte“. Das ist quasi die Apokalypsenversion vom Kleingeldzähler an der Supermarktkasse.

Was für Arten von Coronagetriggertem Einkaufsverhalten konntest du bei dir schon beobachten?

Erzähl mal!

Deine Wren

(P.S: Für den Fall, dass du wissen willst, wie du einen sinnvollen und Panik-freien Vorrat für Notzeiten anlegen kannst, schau mal HIER in meinem letzten Beitrag vorbei)

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